Hotellerie 4.0: Moderne Unterkünfte als Kundenmagnet

Mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen zählt die Stadt Dresden zu einer der attraktivsten Städte in Deutschland. So ziehen Wahrzeichen wie die Frauenkirche oder das Elbtal jedes Jahr immer mehr Touristen in die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsens, wobei die Tendenz weiter steigend verläuft. Von dieser Entwicklung können insbesondere Hotels und Pensionen profitieren. Doch welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Begriff Hotellerie 4.0?

Warum ist der Tourismus für Dresden so wichtig und wie können Unternehmen daraus Profit schlagen?

Die Stadt Dresden wird aufgrund ihrer kulturellen Highlights sowie dem abwechslungsreichen Freizeitangebot vor allem bei Touristen aus dem Ausland immer beliebter. So stieg die Zahl der Gastankünfte aus dem Ausland innerhalb der letzten fünf Jahre von knapp 18 auf rund 20 Prozent an. Auch die Anzahl der Übernachtungen lag im Jahr 2016 mit 4.273.074 nach wie vor oberhalb der 4-Millionen-Marke. Die wachsende Zahl an Privat- und Geschäftsreisenden birgt dabei für regionale Unternehmen aus dem Hotel- bzw. Pensionsgewerbe ein gigantisches Potenzial in Bezug auf die Gewinnoptimierung. Um dieses jedoch ausschöpfen zu können, ist es wichtig sich im allgemeinen Konkurrenzkampf um Urlauber langfristig durchzusetzen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Umstellung hin zur Hotellerie 4.0 ein bedeutsamer Faktor.

Digitalisierung der Wirtschaftswelt: Nicht nur ein Thema für die Industrie

Während der Begriff der Digitalisierung im Wirtschaftsbereich mehrheitlich mit Industriebetrieben assoziiert werden, denken bei diesem Stichwort nur wenige Menschen an das Hotelgewerbe. Jedoch zeigen aktuelle Studien wie die "Hotellerie 4.0" der Unternehmensberatung Roland Berger in Kooperation mit der Österreichischen Hotelvereinigung, dass die Digitalisierung schon heute ein wichtiges Thema für Unternehmen innerhalb der Branche darstellt. Aufgrund der voranschreitenden sowie schnelllebigen Digitalisierung steigert sich unweigerlich das allgemeine Komfortverständnis des Gastes, sodass zunehmend moderne Techniken mit Spezialsensoren & Co. als eine Art Selbstverständlichkeit angesehen werden. Mit Dingen wie internetbasierten Einbuchungen oder dem Bereitstellen von kostenlosem WLAN haben sich bereits heute schon erste Vorläufer dieses digitalen Umbruches in dem Hotelgewerbe manifestiert.

Welche Vor- und Nachteile bringt die Digitalisierung im Hotelgewerbe mit sich?

Die Implementierung von Digitalsensoren und intelligenten Systemen steigern zum einen den Komfort und damit auch das allgemeine Besuchererlebnis, während sie gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Betriebes optimieren. So lassen sich nicht nur detaillierte Informationen zu Gästen sammeln und auswerten, sondern es wird ebenfalls der logistische Aufwand auf ein Minimum reduzieren. Des Weiteren können digitale Systeme selbstständig Aufgaben übernehmen, wodurch das Personal deutlich entlastet wird. Jedoch ist der Weg hin zum Hotel von morgen definitiv ein steiniger, dessen Beschreitung aktuell noch mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden ist. Beispielsweise stellen die hohen Umrüstungskosten aufgrund fehlender Investitionsgelder eine hohe Hürde für viele Betriebe dar. Auch das Fehlen von notwendigen IT-Kenntnissen innerhalb der Branche ist für die Digitalisierung im Sinne der Hotellerie 4.0 nicht gerade förderlich. Ein weiterer Nachteil in den Augen vieler Menschen ist die Befürchtung, dass im Zuge der Automatisierung die Anonymität zunimmt, wodurch die persönliche Note eines Hotels stückweise verloren geht.

Hotellerie 4.0 im Fazit: Aktuell eine Reise ohne Fahrplan

Es steht außer Frage, dass die Digitalisierung im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit absolut notwendig und mittlerweile längst überfällig ist. Jedoch fehlen den meisten Betrieben derzeit noch die Voraussetzungen, um mit der rasanten Geschwindigkeit des Wandels schritthalten zu können. Zudem geht der Druck nach dem neuesten Entwicklungstand mit einem simultanen Preiswettkampf einher, was im Zusammenspiel für Unternehmen große Gefahren hinsichtlich der Kostenkontrolle birgt.

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