Garten und Gartenkunst in Dresden

Gartenstadt Hellerau

Fahren Sie mit der Straßenbahnlinie 8 vom Stadtzentrum aus gen Norden, werden Sie hinter einem dichten Kiefernwald eine ganz neue Seite von Dresden kennenlernen: Die erste deutsche Gartenstadt Hellerau. Begründet wurde sie bereits im Jahr 1906 von Karl Schmidt, der mit ihr ein städtebauliches Konzept des Engländers Ebenizer Howard verwirklichte. Statt Wohn- und Industriegebiete voneinander zu trennen, lag in der gemeinnützig organisierten Gartenstadt die Wohnungen der Arbeiter, die Werkstädten sowie die Schulen und Kulturhäuser unmittelbar nebeneinander.

Ab 1909 wurden auf dem brachliegen Gelände nördlich von Dresden eine Möbelfabrik sowie zwei- bis dreistöckige Häuser mit idyllischen Vorgärten erbaut, die sich in einem sanften Bogen aneinanderreihen. Hinzukamen das Festspielhaus, welches dank Gret Palucca und Mary Wigman zu einem Zentrum des modernen Tanzes wurde. Gäste aus ganz Deutschland, darunter Thomas Mann, Stefan Zweig und Oskar Kokoschka, strömten nach Hellerau, um die neue Kunstform des Ausdruckstanzes zu erleben.

Nach der Wende wurden viele der Häuser renoviert und strahlen nun wieder mit ihrem gelben Putz, den grünen Fensterläden und roten Dächern die Besucher freundlich an. Auch in den malerischen Gärten grünt, blüht und duftet es. Zudem hat sich die erst 1950 eingemeindete Gartenstadt Hellerau zu einem weiteren spannenden Kulturzentrum Dresdens entwickelt. Tanz und Musik der Gegenwart sind hier ebenso wieder zu Hause wie Malerei und Kunsthandwerk. Ein Highlight unter den vielfältigen Veranstaltungen im Jahr ist das Weltkulturnacht Festival, zu dem internationale Künstler nach Hellerau reisen und ein abwechslungsreiches Programm bieten.

Bürgerwiese

Mozartbrunnen im Großen Garten Dresden

An den Großen Garten grenzt auch die Bürgerwiese. Sie erstreckt sich nur bis zu 100 Meter in die Breite und ist 700 Meter lang; dennoch entsteht, unterstützt durch die Gestaltung, der Eindruck von Weite. Die Innere Bürgerwiese gestaltete Carl Adolf Terscheck im Jahr 1838 mit Anklängen an die Gartenkunst des Biedermeiers. Die rund zwanzig Jahre später angelegte Äußere Bürgerwiese sowie deren Erweiterung beruht hingegen auf Entwürfen Peter Joseph Lennés, der sich von der ursprünglichen Auenlandschaft inspirieren ließ. Auf Ihrem Spaziergang durch diese wunderschöne Parkanlage entdecken Sie neben bunten Blumenbeeten, majestätischen Bäumen und einer malerischen Teichlandschaft auch eine Reihe bildkünstlerische Werke, darunter den Mozartbrunnen mit den drei vergoldeten allegorischen Frauenfiguren Ernst, Heiterkeit und Anmut, weiterhin die neoklassizistische Marmorstatue mit dem Titel „Venus, die Flügel Amors beschneidend“ sowie die Bronzeplastik „Zwei Mütter“, welche eine Frau und eine Tigerin bei der Rettung ihr Kinder zeigt.

Der Rosengarten am Neustädter Elbufer entstand in den 1930er Jahren im Rahmen einer Gartenausstellung. Der in drei Bereiche gegliederte Park zeichnet sich durch seine strenge geometrische Anordnung und natürlich durch den betörend süßen Duft der vielen Rosen aus, welcher zur Blütezeit im Juni und August die Luft erfüllt. Neben den altehrwürdigen Holzbänken lädt auch das gleichnamige Café Rosengarten zum Verweilen und Genießen ein. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist es ein beliebter Treffpunkt, da diese hier viel Platz zum Toben und viele Spielkameraden finden.

Waldpark

Eine einzigartige Parkanlage erwartet Sie auch am anderen Elbufer im Villenviertel Blasewitz: Der Waldpark. Er beherbergt einen reichen Bestand an urigen Kiefern, die auf dieser Elbseite seit dem Mittelalter natürlich gewachsen sind und „Blasewitzer Tännicht“genannt wurden. Er entstand auf Initiative des Ministerialbeamten Arthur Willibald Königsheims, der den Grund und Boden kaufte und den Hofgärtner Hermann Sigismund Neumann mit der Gestaltung des Geländes beauftragte. Damals wie heute durchziehen zahlreiche verschlungene Wege durch den mit Kiefern, Sträuchern und Büschen dich bewachsenen Park. Hie und da öffnet sich der Blick auf Wiesen mit vereinzelten Laubbäumen, unter deren gewaltigen Laubdach Familien picknicken und die Kinder Ball spielen. Eingerahmt wird der Park von den malerischen Gärten der umliegenden Villen.

Weitere Ziele für Freunde der Gartenkunst

Im Umland Dresdens erwarten Freunde der Gartenkunst schließlich weitere Highlights, so etwa die alljährliche Sächsische Kamelienblütenschau, die im Landschloss Pirna-Zuschendorf stattfindet, weiterhin der Barockgarten Großsedlitz und der Schlosspark Weesenstein. Übrigens: Für die Beleuchtung in Ihrem Gartenparadies finden Sie bei der Lichtkultur GmbH in Dresden bzw. in deren Online Shop LightingDeluxe.de wunderschöne Design Leuchten und Lampen in allen Stilen.

Bildquelle: bildpixel - Pixelio