Das Japanische Palais in mitten der Dresdner Neustadt

Japanisches Palais

Japanisches Palais
Museum für Völkerkunde Dresden
Palaisplatz 11, 01097 Dresden

Tel. +49 (0) 351 / 8144 860
Fax +49 (0) 351 / 8144 888

www.skd.museum

Beschreibung

Das Japanische Palais befindet sich zwischen dem Palaisplatz und dem Neustädter Elbufer mitten in der Dresdner Neustadt. Ihm zu Fuße liegt das berühmte Barockviertel von Dresden. Im Jahre 1715 wurde das Landhaus für Jakob Heinrich Graf von Flemming errichtet. In seinen Anfangsjahren war das heutige Japanische Palais den Dresdner unter dem Namen Holländisches Palais bekannt. Der Grund dafür lag darin, dass von 1715 bis 1716 dort der Gesandte Hollands Harsolde von Graneburg residierte. Ein Jahr nach seinem Tod fiel der Besitz dann an August den Starken. Er wollte hier seine wertvolle Porzellansammlung unterbringen und so baute er das Palais in den Jahren 1727 bis 1733 um. Seinen heutigen Namen erhielt das Palais aufgrund seiner fernöstlichen Dachkonstruktion, aber auch weiterhin wurde der asiatische Stil durch asiatische Figuren an der Außenfassade und im Innenhof unterstrichen. Seit dem Jahre 1786 beherbergt das Japanische Palais die kurfürstliche Bibliothek, eine der ältesten Bibliotheken Deutschlands.

Während der schweren Bombenangriffe auf Dresden im Jahre 1945 erlitt auch das Japanische Palais schwere Beschädigungen und der Palaisgarten wurde vollständig zerstört. In den Jahren 1951 bis 1987 wurde das Palais rekonstruiert. Den Abschluss der Arbeiten bildete im Jahre 1987 die vollständige Wiederherstellung des Palaisgartens mit einem wunderschönen Blick auf die Brühlsche und auch Neue Terrasse. Seit dem Jahre 1951 ist hier das Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden und seit 1954 das Museum für Völkerkunde beheimatet. Regelmäßig finden Ausstellungen der Museen für Mineralogie und Geologie Dresden statt. Das japanische Palais zählt zu den ältesten erhaltenen Museumsgebäuden Deutschlands.

 

Fotoquelle: scharfe//media