Vorstellung: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Militaerhistorisches Museum Dresden (Foto: MHMD / TMGS)
MHMD / TMGS

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden beweist Größe. Dieses geschichtsträchtige Zentrum ist nicht nur eines der größten militärhistorischen Museen Europas. Zugleich reiht sich diese Stätte in die Riege der drei größten Geschichtsmuseen Deutschlands ein. Dem ebenfalls als „MHM“ bezeichneten Museum gehören Ausstellungen in Zeughäusern auf der Festung Königstein sowie das Museum des Flugplatzes Berlin-Gatow an.

Erstmals öffnete das Militärhistorische Museum in den 1870er Jahren seine Pforten

Die Geschichte des Militärhistorischen Museums begann in den 1870er Jahren mit der Entstehung des Arsenalhauptgebäudes am Olbrichtplatz. Damals waren Blankwaffen, Handfeuerwaffen sowie Geschütze der königlichen sächsischen Armee ausgestellt. Seitdem unterlag das Museum einem stetigen Wandel, der beispielsweise durch die zwei Weltkriege und Beschlagnahmungen des Inventars durch die Rote Armee bestimmt war. Nach der Jahrtausendwende wurde das Militärhistorische Museum der Bundeswehr umgebaut und im Jahr 2011 wiedereröffnet. Bis heute ist das Museum in Dresden am Olbrichtplatz gelegen.

Ein Fachmuseum mit internationalem Standard

Das MHM präsentiert sich als Fachmuseum internationalen Standards, das sich der Darstellung der militärtechnischen Entwicklung sowie Militärgeschichte im deutschsprachigen Gebiet widmet. Als Institution der Bundeswehr verfolgt das Museum das Ziel, einen wichtigen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung im Segment der Militärtechnik sowie historischer und politischer Bildung zu leisten. Aus dem Grund beherbergt das Militärhistorische Museum eine umfangreiche Sammlung zu militärhistorischen Themen. Das Museum ist truppendienstlich dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr mit Sitz in Potsdam unterstellt. Des Weiteren ist die Einrichtung der Streitkräftebasis zugeordnet.

Der moderne kulturhistorische Zweck steht im Mittelpunkt

Das mehrfach preisgekrönte Museum hat es sich zum Ziel gesetzt, einen modernen kulturhistorischen Zweck zu verfolgen. Aus dem Grund informiert das MHM primär über historische Ereignisse, regt zu interessanten Fragen an und offeriert diesbezügliche Antworten. Weiterhin richtet das Museum in seinen Dauerausstellungen den Fokus auf den Menschen. Diese Zentrierung ist dem Gedanken geschuldet, dass die Natur des Menschen verstanden werden muss, um Ursachen eines Krieges zu verstehen. Der Neubau des Museums gewährt Einblicke in Sinn-, Erfahrungs- und Funktionszusammenhänge. In diesem Teilbereich sind die Exponate dementsprechend nach übergeordneten Themen ausgestellt. Im chronologischen Teil wird die militärhistorische Entwicklung vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart betrachtet. Eines der faszinierendsten Ausstellungsstücke des Museums ist das Raumschiff Sojus 29, mit dem Sigmund Jähn nach einem Flug mit dem Sojus 31 vom All auf die Erde zurückkehrte. Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte der Brandtaucher, der aus einzelnen Fragmenten des ersten U-Boots aus Deutschland rekonstruiert wurde. Ursprünglich wurde dieser Brandtaucher im Jahr 1850 nach Plänen der Ingenieure Wilhelm Bauer sowie August Howaldt erbaut.

 

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