Überraschende Fakten über eSport

Wie Sie wissen, gibt es unzählige Möglichkeiten, Sport zu treiben. Wer sich fit halten will, spielt beispielsweise Fußball oder Tennis, fährt ein paar Kilometer mit dem Fahrrad, praktiziert Yoga oder geht auf abenteuerliche Klettertouren. Die Liste interessanter Sportarten, die man in seiner Freizeit betreiben kann, ließe sich endlos fortführen. Eines steht dabei jedoch immer im Vordergrund: die körperliche Ertüchtigung, wie es so schön altmodisch heißt. Es geht darum, sich zu bewegen und seinen Körper in Schwung zu halten oder zu bringen. Dass dabei auch Glückshormone ausgeschüttet werden, ist ein überaus wichtiger Nebeneffekt.

Eine gänzlich andere Form des Sports hingegen ist der elektronische Sport, eSport genannt. Ihn betreibt man nicht im Freien oder in Fitnessstudios, sondern am Computer oder an der Spielekonsole. In den verschiedensten Games treten dabei vornehmlich junge Menschen allein oder im Team gegen Gleichgesinnte an. Oft sind es Taktik-Shooter oder Strategiespiele, mit denen spannende Wettkämpfe ausgetragen werden, doch ironischerweise werden auch Sportspiele und hier vor allem Fußball-Titel gegeneinander gespielt.

Es gibt mehrere Ligen, in denen Mannschaften oder Einzelspieler um die besten Plätze kämpfen. Und das Interesse an den Wettkämpfen ist größer, als Sie vielleicht vermuten. Die Veranstaltungen finden nicht selten in großen und restlos ausverkauften Stadien statt. Zudem werden sie live im Internet übertragen und erreichen dort unglaubliche Zuschauerzahlen. Doch Ligen und prall gefüllte Stadien sind nur zwei der Parallelen zum herkömmlichen Sport. Hier kommen ein paar Fakten zum eSport, die Sie möglicherweise überraschen werden.

Für den Erfolg muss hart trainiert werden

Seinen Lebensunterhalt mit dem Spielen von Games zu verdienen – davon träumen natürlich viele junge Menschen. Kein Wunder, dass die Konkurrenz groß ist und es nur die allerwenigsten Spieler schaffen, von ihrem Traumberuf leben zu können. Talentierte Gamer gibt es viele, doch nur die besten unter ihnen bekommen die Chance, in einem international bekannten eSport-Team gegen die stärksten Mannschaften um Siege zu kämpfen. Und selbst wer es in ein solches Team geschafft hat, muss täglich viele Stunden trainieren, um mit seinen Konkurrenten mithalten zu können und nicht den Anschluss zu verlieren.

So gut wie jedes eSport-Team stellt seinen Mitgliedern dafür einen Trainer zur Seite, der in dem jeweiligen Spiel besonders viel Erfahrung mitbringt und sich darum kümmert, dass die richtigen Spielzüge eingeübt und Schwächen beseitigt werden. Oft nimmt er auch die Funktion des Teammanagers ein und unterstützt seine Schützlinge, indem er sie von seinen Erfahrungen profitieren lässt oder die Organisation bei anstehenden Events übernimmt.

Bei so viel Training ist körperlicher wie geistiger Ausgleich wichtig. Wer täglich stundenlang vor dem Monitor sitzt, muss dann doch auch richtigen Sport treiben. Es kann aber auch nicht schaden, zwischendurch einfach einmal ein anderes Spiel zur Hand zu nehmen. Casinospiele etwa bieten unkompliziertes Gameplay und fordern den Geist kaum, so dass man mit ihnen wunderbar abschalten kann. Und wer dafür kein Geld riskieren möchte, nutzt idealerweise Freispiele ohne Einzahlung, die von vielen Plattformen als Bonus gewährt werden.

Die Ausrüstung ist oft entscheidend

Jeder Sportler muss sich auf seine Ausrüstung verlassen können. Je hochwertiger sie ist, desto bessere Leistungen sind faktisch möglich. Denken Sie nur an die Schlitten beim Rennrodeln oder an die hochgezüchteten Fahrzeuge im Motorsport. Im eSport ist das nicht anders, nur dass die Ausrüstung hier der Computer bzw. die Spielekonsole und verschiedene Eingabegeräte wie Controller oder Maus und Tastatur sind.

Spielekonsolen sind zwar immer identisch, doch wer seinen Sport auf dem PC ausübt, braucht zwingend gute Hardware, damit das Spiel in hoher Auflösung und mit der bestmöglichen Bildwiederholrate läuft. Dafür sind ein hervorragender Prozessor, eine leistungsfähige Grafikkarte und schneller Arbeitsspeicher nötig. Für alle professionellen Spieler gilt jedoch, dass sie einen hochwertigen Monitor brauchen, der das Geschehen flimmerfrei und in originalgetreuen Farben wiedergeben kann. Das kann schnell ins Geld gehen, weshalb sich viele Spieler und Teams von entsprechenden Ausrüstern sponsern lassen.

Auch eine Maus, die Handbewegungen exakt und verzögerungsfrei an den Rechner überträgt, kann für den Ausgang eines Matches entscheidend sein. Ebenso wie ein Controller sollte sie gut in der Hand liegen und robust sein. Unempfindlich gegenüber der dauerhaften Belastung müssen bei PC-Spielern auch das Keyboard und das Headset sein.

Doping ist auch im eSport ein Thema

Was im traditionellen Sport leider immer wieder vorkommt, ist längst auch im eSport angekommen. Der Konkurrenzdruck ist so unfassbar hoch, dass viele Spieler keine andere Möglichkeit sehen, als sich mit Doping einen Vorteil zu verschaffen. 2015 etwa überraschte ein kanadischer Counter-Strike-Profi erstmals die eSport-Welt mit dem Geständnis, dass er und sein Team während eines Turniers das in der Szene bekannte Mittel Adderall genommen haben. Dieses leistungssteigernde Medikament wird normalerweise Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verabreicht. Es wirkt ähnlich wie Ritalin und soll dabei helfen, sich besser konzentrieren zu können.

Natürlich ist Doping auch im eSport eine Todsünde und führt bei Bekanntwerden zum sofortigen Ausschluss vom Turnier oder sogar aus der ganzen Liga. Dennoch war das Geständnis des Kanadiers kein Einzelfall. Ob jedoch auch im deutschen eSport gedopt wird, darüber hüllt sich die Branche in Schweigen.

Elektronischen Sport gibt es schon sehr lange

Zwar wurde eSport, wie wir ihn heute kennen, erst seit der breiten Verfügbarkeit des Internets ab Mitte der 1990er Jahre richtig populär, doch der erste Wettkampf mit einem Videospiel fand bereits viel früher statt. Ältere Jahrgänge erinnern sich bestimmt noch an Pong. Es war eine sehr rudimentäre Art von Fußballspiel und eines der ersten Games, bei denen man gegeneinander antreten konnte. Auch bei Spacewar! war das möglich, für das 1972 erstmals ein organisiertes Event veranstaltet wurde.

Doch nicht immer war es nötig, direkt gegen einen anderen Spieler zu kämpfen. Gegen Ende der 1970er Jahre kamen die ersten Highscore-Tabellen zum Einsatz, mit denen Spielergebnisse über längere Zeit festgehalten werden konnten. So war es möglich, dass man auch bei Singleplayer-Titeln um die besten Plätze spielen konnte. Ab diesem Zeitpunkt richteten verschiedene namhafte Unternehmen aus der Spielebranche Wettkämpfe aus, so etwa Atari im Jahr 1980 für Space Invaders und Nintendo im Jahr 1990 gleich eine ganze Weltmeisterschaft in mehreren Games, die hier als Disziplinen galten.

Bislang wird eSport nicht offiziell anerkannt

Wie Sie sehen, gibt es viele Ähnlichkeiten zum traditionellen Sport. Doch noch immer wird eSport von vielen Menschen und auch offiziell nicht als richtiger Sport anerkannt. Das mag daran liegen, dass die körperliche Bewegung fehlt. Es werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen, bis eSport die breite Masse erreicht. Erste Berichterstattungen im Fernsehen gibt es allerdings schon jetzt, und zwar nicht nur auf Spartensendern.

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