Von Dresden nach Prag – ein Kurzurlaub

Wenn alles gut geht, sind es von Dresden aus keine zwei Stunden Autofahrt bis nach Prag. Die historische Perle an der Moldau ist immer einen Besuch wert, denn hier gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch einiges zu erleben. Auch wenn die bekannten Touristenpfade bereits etwas abgenutzt erscheinen, lassen sie dennoch fast niemanden kalt. Doch die Stadt besitzt auch eine spannende moderne Seite, die einfach nur Spaß macht.

Historischer Stadtbummel – was sonst?

Klar, der erste Weg führt für die meisten Urlauber zur weltbekannten Karlsbrücke, die zu den ältesten steinernen Brücken ganz Europas gehört. Heute dürfen nur noch Fußgänger dieses touristische Highlight betreten, und sie machen Tag und Nacht rege von ihrem Recht Gebrauch. Bei abendlicher Beleuchtung entfaltet sich ein besonders romantisches Flair, das zahlreiche Pärchen bereits dazu bewegte, hier in inniger Umarmung zu verharren. Auch der Hradschin, das historische Viertel, das sich auf dem Burgberg angesiedelt hat, zieht die Menschen magisch an. Wer sich möglichst früh am Tag hierhin begibt, der kann sich die Prager Burg und ihre geschichtsträchtige Umgebung sogar noch ohne Touristenmassen ansehen. Wichtig ist, nicht am Goldenen Gässchen vorbeizulaufen, wo sich einige reizende Häuschen aus dem 16. Jahrhundert aneinanderreihen.

Zwischendurch ein kleines Spielchen wagen!

Ein Besuch in einem der zahlreichen Kartenspielstätten der City darf ebenfalls nicht fehlen. Denn Prag gilt als eine der Poker-Hauptstädte der Welt. Kein Wunder also, dass auch zahlreiche hochdotierte Events der Szene hier regelmäßig stattfinden. Platzhirsch ist der Tour-Stopp der European Poker Tour, die für deutsche Spieler traditionell sehr erfolgreich verläuft. Aber auch andere Turnierserien machen hier regelmäßig halt. Wer spontan Action sucht, wird aber auch an jedem Tag fündig werden: Zur Auswahl stehen dem spielfreundlichen Urlauber gleich mehrere gut ausgestattete Casinos mit luxuriösem Ambiente, die auch außerhalb der großen Events ihre Tore weit geöffnet halten. Eine wirklich fesselnde Alternative zum sonstigen Prager Nachtleben.

Vielfarbige Graffiti-Kunstwerke entdecken

Wer die Augen offenhält, der wird sie an vielen verschiedenen Ecken entdecken: die kunstvollen Graffitis, die inzwischen fest zum Stadtbild gehören. Den bekanntesten Hotspot stellt die sogenannten John-Lennon-Mauer dar, die mit prachtvollen künstlerischen Inspirationen und vielen Songtexten des berühmten Sängers aufwartet. Als gefragtester Graffiti-Künstler der Stadt gilt heute Pasta Oner, der bereits unzählige hässliche Wände mit seinen Meisterwerken aufgewertet hat. Und das nicht heimlich in der Nacht, sondern ganz legal mit Bezahlung und einem begeisterten Publikum. So präsentiert sich Prags kunterbuntes, modernes Gesicht!

Ein ganzes Haus voll technischer Exponate

Auch das Technische Nationalmuseum hat sich längst einen international guten Namen gemacht. Es zeigt bereits seit 1908 interessante technologische und technische Objekte einer breiten Öffentlichkeit. 1941 zog das Museum in ein großes Gebäude in der Nähe des Letná-Parks um, dort existiert es noch heute. Nur etwa 15 % der Gesamtbestände befinden sich in Ausstellung, die Archive sind entsprechend gewaltig. Doch was zu sehen ist, das hat sprichwörtlich Hand und Fuß! Allein die Haupthalle misst 70 x 25 Meter und ist 14 Meter hoch, damit sie die Lokomotiven, Flugzeuge und Autos auch wirklich fassen kann. Selbst wer sich nicht so besonders für technische Errungenschaften begeistert, wird sicher das eine oder andere Mal ins Staunen geraten.

Gemütliches Kaffeetrinken auf dem Wenzelsplatz

Eine Auszeit gefällig? Der Wenzelsplatz bietet nicht nur mehr als genug Platz für eine ausführliche Pause, sondern auch unzählige Cafés und Restaurants ebenso wie schattige Linden und mittelalterliche Fassaden. Der berühmte Platz im Herzen der Stadt erstreckt sich über wahnsinnige 45.000 Quadratmeter, allein seine Länge beträgt 700 Meter. Damit gehört er zu den größten seiner Art in ganz Europa! Heute halten sich auf dem historischen Pflaster nicht nur Touristen, sondern auch ganz viele Einheimische auf. Kontaktfreudige Urlauber können also getrost bei einer Tasse Kaffee Kontakte knüpfen und der Geselligkeit frönen, denn schließlich besitzen Deutsche und Tschechen zahlreiche kulturelle Gemeinsamkeiten. Am Abend öffnen dann die Bars und Clubs am Wenzelsplatz ihre Pforten, sodass der gemütliche Nachmittag nahtlos in die Nacht übergeht.

Auf Besuch im größten Tierpark des Landes

Der Prager Zoo ist größer als alle seine Konkurrenten im gesamten Land. Und besonders schön soll er auch sein, so die einhellige Meinung der Besucher. Das beliebte Portal Tripadvisor zeichnete ihn 2015 als viertbesten Zoologischen Garten der Welt aus, einige Besucher kommen nur in die Stadt, um diesen Zoo zu sehen. Der Tiergarten ist insgesamt 58 Hektar groß und verfügt zum Beispiel über ein Elefantental, ein Afrikahaus und einen indonesischen Regenwald. Auch ein Streichelzoo ist integriert, damit die Gäste auch etwas zum Füttern, Streicheln und Knuddeln haben. Laut der letzten Zählung beheimatet der Prager Zoo 681 unterschiedliche Tierarten mit über 4700 Einzeltieren. Na dann: Viel Spaß!

Eine kurze Fahrt und viele Highlights

Hier ist zwar die Aufzählung an ihr Ende gelangt, doch Prag hält noch viel mehr Überraschungen bereit. Dresdner Bürger, die Lust haben, einmal das Tanzende Haus zu besichtigen oder eine prunkvolle Astronomische Uhr, die setzen sich einfach mal zum Wochenende ins Auto und fahren Richtung Südosten. Wetten, dass es eine aufregende Reise wird?

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