Wie schwer trifft die Corona-Krise Dynamo Dresden?

Mit 24 Punkten nach 25 Spielen steht Dynamo Dresden auf dem letzten Platz der Tabelle der zweiten Bundesliga. Was das aussagt? Momentan recht wenig, denn natürlich weiß auch in der zweithöchsten deutschen Fußball-Liga niemand, wie und wann es mit dem Sport auf dem Rasen weitergehen kann.

Mit sportlichen Szenarien, die schwierig handzuhaben sind, kennen sich die Dresdner in dieser Saison schon aus. Doch wie steht es um die Coronakrise und inwieweit beeinflusst sie die Sachsen? Was sich aus den Medien entnehmen lässt, lässt vermuten, dass Dynamo von der Krise zwar betroffen ist, doch vermutlich auch nicht mehr oder weniger als jeder andere vergleichbare Profiklub in Deutschland.

Sollte das Virus noch eine Weile umgehen, wird es auch für die Sachsen finanziell schwer werden, sich über Wasser zu halten. Auch die Stadt Dresden muss durch die aktuelle Lage finanzielle Einbußen hinnehmen, da attraktive Sehenswürdigkeiten geschlossen sind und es derzeit ohnehin keinerlei Tourismus in der Stadt gibt.

Als ob so ein Abstiegskampf bzw. Kampf um den Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga nicht schon intensiv genug wäre. Ansonsten hinterlässt der Klub nach außen aber ein aufgeräumtes Bild. Die Profis der Dresdner zeigten sich solidarisch und verzichteten auf Teile ihrer Gehälter, damit die Mitarbeiter ihren Job behalten bzw. sich ihre Situation nicht allzu sehr zum Negativen verändert. Ein sozialer Schritt in diesen ungewohnten Tagen, denn schließlich wissen die Profis teilweise selbst noch nicht, wie ihre Zukunft aussieht oder wo sie diese verbringen werden. Das liegt an der sportlichen Situation der Dresdner und am Szenario eines möglichen Abstiegs in die dritte Liga. Doch es liegt auch am Coronavirus und an der Tatsache, dass Verträge am 30. Juni enden werden, ohne dass klar ist, ob bis zu diesem Datum oder sogar über dieses Datum hinaus noch gespielt wird.

Dynamo-Profi Marco Hartmann gab der BILD unlängst ein Interview. Er ist einer der Profis, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Hartmann habe sich für den Sommer arbeitslos gemeldet, sowie es sein müsse. Er sehe der Situation entspannt entgegen und müsse sich um seine Existenz nicht fürchten, so der Profi weiter. Die Profis befolgen ihre Trainingspläne weiter und arbeiten individuell an ihrer Form, denn an ein Zusammentreffen bzw. an ein gemeinsames Training ist noch lang nicht zu denken. Mit dem Virus hat sich immerhin noch kein Profi oder Mitarbeiter infiziert. Und so heißt es in Sachsen wie andernorts: abwarten und sich um das kümmern, was wirklich wichtig ist. Marco Hartmann spielt mit seinem Kind, verbringt Zeit mit der Familie. Ein Vorteil in einer Zeit vieler Nachteile: die Profis rücken näher an ihre Familie heran.

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