Die Größen des Dresdner Striezelmarktes

Striezelmarkt Dresden (Foto: Sylvio Dittrich)
Sylvio Dittrich

Am 27. November öffnet der Dresdner Striezelmarkt zum bereits 579. Mal seine Pforten auf dem Altmarkt. Ein sehenswertes Highlight bildet bereits der „offizielle“ Eingang, der größte Schwibbogen der Welt. Der Striezelmarkt wartet noch mit weiteren Superlativen auf: So steht hier eine erzgebirgische Stufenpyramide, die ebenfalls die größte ihrer Art auf dem Erdball ist. Zum traditionellen Stollenfest kommt zudem das größte Stollenmesser der Welt zum Einsatz. Es schneidet den Riesenstriezel an, der zuvor in einer feierlichen Prozession durch die barocke Altstadt zum Striezelmarkt geführt wird.

Striezelmarktmusik und prominente Gäste

Eingeläutet wird der Striezelmarkt musikalisch: Die Knaben des Dresdner Kreuzchores umrahmen den ökumenischen Gottesdienst, der vor den Worten der Oberbürgermeisterin zur offiziellen Eröffnung in der Kreuzkirche abgehalten wird. Musik spielt auf dem Striezelmarkt ohnehin eine große Rolle. Die tägliche Striezelmarktmusik, Orgelkonzerte und Adventssingen gehören Jahr für Jahr dazu. Erstmals wird es ein solches Adventssingen für die ganze Familie geben, in dem auch jedes Familienmitglied lauthals mitsingen darf und so quasi ein Teil des Kreuzchores wird, der die Singestunde stimmlich leitet.
Ein Publikumsmagnet ist das Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche Dresden. Zu diesem besinnlichen und prachtvollen Konzert platz das Gotteshaus aus allen Nähten, selbst vor der Tür verharren die Menschen und lauschen den andachtsvollen Klängen.

Neben klassischer Weihnachtsmusik lassen sich alljährlich auch prominente Gesichter auf dem Striezelmarkt sehen. 2013 sind die vor allem in Ostdeutschland beliebte Sängerin Aurora Lacasa sowie der Nachwuchsstar Linda Hesse zu Gast. Am 14. und 15. Dezember stimmen sie das lauschende Publikum vor der Geschichtenbühne des Striezelmarktes auf ihre eigene Art und Weise auf den Striezelmarkt ein.

Verlängerte Marktöffnung zu den Sternstunden

Am 13. Dezember öffnet der Striezelmarkt Dresden vor allem für die Nachtschwärmer. Unter dem Titel „Sternstunden“ kann man bis 22 Uhr über den Markt flanieren. Extra für diesen Abend lassen sich die Händler besondere Angebote einfallen, unter denen man auch das ein oder andere Geschenk finden wird.

Die Festwochenenden des Striezelmarktes

Die Wochenenden des Striezelmarktes werden traditionell unter verschiedene Mottos gestellt, die die Symbole des ältesten deutschen Weihnachtsmarktes in den Mittelpunkt stellen. Der erste Advent erzählt die Geschichte vom Pflaumentoffel. Am zweiten Adventswochenende feiert in diesem Jahr das Stollenfest sein 20. Jubiläum. Am dritten Adventssamstag huldigt man der größten erzegbirgischen Stufenpyramide der Welt und am Sonntag dem Riesenschwibbogen, dem Wahrzeichen des Dresdner Striezelmarktes.

Mit der „Sächsischen Bergmannsweihnacht“ am 21. Dezember und den „Weihnachtsgrüßen aus Straßburg“ am 22. Dezember neigt sich der Striezelmarkt allmählich dem Ende zu. Abschließender Höhepunkt ist die traditionelle Christvesper mit dem Dresdner Kreuzchor.

Kindererlebniswelt auf dem Striezelmarkt

Für Kinder ist die Weihnachtszeit vermutlich am spannendsten. Deshalb gibt es auf dem Striezelmarkt eine eigene Erlebniswelt für die Kleinen. Märchenstunde und Trickfilme bestimmen das Geschehen im Märchen- bzw. Wichtelhaus. Weihnachtsgeschenke für Mama, Papa, Oma und Opa können unter fachkundiger Anleitung im Pflaumentoffelhaus gebastelt werden. Am Abend schaut hier der Weihnachtsmann vorbei und nimmt auch gern alle Wunschzettel entgegen. Im Knusperhaus und in der Weihnachtsbäckerei dreht sich alles um die süßen Seiten der Weihnacht. Hier können Kinder Pfefferkuchen verzieren und Plätzchen backen. Am Wochenende dürfen in der Weihnachtsbäckerei auch die Großen an den Teig.

Mit Kindereisenbahn und nostalgischem Etagenkarussell geht es unter freiem Himmel vergnügt zu. Doch Obacht! Der Weihnachtsmann hat seine Augen überall, besonders ab 1. Dezember, wenn er jeden Tag auf den Striezelmarkt kommt und ein Türchen des Adventskalenders öffnet.

 

Foto: Striezelmarkt Dresden (Sylvio Dittrich)